UNGLÄUBIG


 

1853, Jefferson County, West Virginia.  

 

In einer kleinen Hütte am Stadtrand von Charles Town lag ein Mann im Sterben. Die Hütte gehörte einem gewissen Andrew Livingston, der sie an den armen Teufel vermietet hatte. Aber Livingston kümmerte sich um den Mann und tat alles in seiner Macht Stehende, um ihm Linderung zu verschaffen.

Weiterlesen „UNGLÄUBIG“

AUSGELAUGT

In den umliegenden Wäldern des kleinen Städtchens Jonesport schläft es und erwacht nur dann wieder, wenn es hungrig wird. 

Emily und ihr Mann Steven fuhren den Highway 1 an der Küste von West Penobscot Bay entlang. Steven schlief tief, fest und schnarchte monoton, während ihm Speichel aus dem Mundwinkel tropfte. Sie hatten vor drei Stunden die Plätze getauscht. Sie waren auf dem Weg nach Jonesport in Maine, um ihren Großvater zu besuchen. Die Fahrt von Washington D.C. bis Jonesport dauerte vierzehn Stunden. Um Staus zu vermeiden, waren sie über Nacht gefahren. Sie hatten sich frei genommen nachdem ihr Großvater sie angerufen hatte. Er war verängstigt, verwirrt und ungewohnt melancholisch. Das, was er ihr erzählt hatte, war sehr verstörend und rätselhaft. Er war 83 Jahre alt und lebte allein in dem Haus, das er mit seiner Frau vor sechzig Jahren gebaut hatte. Emily fürchtete, dass es für ihn Zeit war in ein Heim zu ziehen und sie hasste sich selbst bereits für diesen Gedanken, den sie ihm wohl oder übel unterbreiten musste.

Weiterlesen „AUSGELAUGT“

DAS GESTÄNDNIS

 

Ich hatte mir die Kehle aus dem Hals geschrien und bringe mittlerweile keinen Ton mehr heraus. Wie lange hatte ich geschrien? Eine Stunde? Zwei? Niemand würde mich in dieser gottverlassenen Gegend hören. Dieses dreckige Loch sollte schon vor zwei Jahren abgerissen werden. Niemand würde mich hören in diesem Niemandsland.

Weiterlesen „DAS GESTÄNDNIS“

DAS TWEETY MASSAKER

In der Idylle eines Vororts schleicht das Grauen durch die Gärten. Tod und Verderben trifft die Anwohner unvorbereitet. Red hatte sich mit seiner Familie hier erst vor kurzem niedergelassen. Er ahnt nicht, in welche Gefahr er sie bringt. Denn jeder Schritt seiner Nachforschungen führt das Monster näher an sein zuhause heran.

Weiterlesen „DAS TWEETY MASSAKER“

DIE SANTA BARBARA MINDMACHINES

Es geht weiter mit dem zweiten und letzten Teil der SANTA BARBARA MINDMACHINES: Die Psychiaterin Monica Gates wurde von ihrem alten Mentor um Rat gebeten. Der an Verfolgungswahn leidende Patient Robert VanHouten, behauptete eine bewusstseinsverändernde App würde in Santa Barbara kursieren und die Menschen dazu zu bringen, schreckliche Dinge zu tun. Monica musste am eigenen Leib erfahren, dass etwas in der paradiesischen Kleinstadt überhaupt nicht stimmte. Nun will sie zusammen mit VanHouten den Dingen auf den Grund gehen…  


TEIL 2

Foothill Road, Santa Barbara

10:52 Uhr.

“Wohin fahren sie?”, fragte VanHouten.

„Zur Polizei. Wohin sonst?!“, antwortete Monica.

Sie hatte ihn angeschrien und ihre Hände zitterten. Monica versuchte durchzuatmen und sich zu beruhigen. Aber sie wollte nicht stehenbleiben. Immer wieder blickte sie in den Rückspiegel, um sicherzugehen, dass sie nicht von mordlüsternden Krankenpflegern verfolgt werden.

Weiterlesen „DIE SANTA BARBARA MINDMACHINES“

DIE SANTA BARBARA MINDMACHINES

 

 TEIL 1

San Rogue, Santa Barbara, 06:43 Uhr

Langsam und gemächlich erwachte die Stadt zwischen den Santa Ynes Bergen und dem pazifischen Ozean. Die Sonnenstrahlen tasteten sich über das Gebirge und legten einen sanft, goldenen Schleier über die Villen, die vielen Parks und den malerischen Hafen der amerikanischen Riviera. Ein beliebtes Urlaubsziel und ein kostspieliger Ort, um zu leben. Und gerade hier, in diesem Spießerparadies, zwischen den vielen Villen, Bungalows am Strand und Fettabsaugkliniken, gab es Menschen, die unter denselben Zwängen, Ängsten und Neurosen litten, wie Normalsterbliche anderswo auch. Schafft man es, sich als Psychiater in einer solchen Gegend ein Standbein aufzubauen und sich zu etablieren, kam es also einem Sechser im Lotto gleich.

Weiterlesen „DIE SANTA BARBARA MINDMACHINES“

BLUTDIAMANTEN

Dienstag, 01:54 Uhr, 30.05.2018

Queens, New York City

Regen prasselte gegen die Fensterscheiben des spärlich eingerichteten zwei Zimmer Appartements und formte dabei hunderte kleine, transparente, zuckende Würmer. Im sechsten Stock war der Straßenverkehr kaum noch zu hören und das Wetter hatte sich zum Glück ein wenig abgekühlt. Raphael konnte die heißen Sommermonate nicht ausstehen. Er war zu sehr an die Kälte des Nordens gewöhnt. Sobald er genug Geld zusammengespart haben würde, wäre er dorthin wieder zurückgegangen. Leider bekam ein 19-jähriger ohne irgendeinen Abschluss oder Ausbildung in diesem Land nur schwer einen halbwegs gut bezahlten Job, um sich seine Traumbleibe leisten zu können. Das kleine Apartment in Queens musste seinen Ansprüchen vorerst genügen. Er hatte es zumindest erstmal geschafft, sich soweit wie nur möglich von seinem alten zuhause zu entfernen und einen Ort gefunden, wo es ihm gelingen könnte, seine Vergangenheit zu begraben. Und zwar so tief wie nur möglich.  

Raphael drehte sich auf die Seite und schob die dünne Wolldecke beiseite. Er blickte auf die rot leuchtenden Zahlen seines Weckers. Noch vier Stunden. Dann geht die Arbeit unten am Hafen weiter. Es war ein guter Job. Sein bester bisher. Er forderte ihm körperlich einiges ab. Trotzdem konnte er nicht schlafen. Eigentlich konnte er seit fast fünfzehn Jahren nicht mehr schlafen. Aber die letzten Nächte waren nochmal anders.

Weiterlesen „BLUTDIAMANTEN“

GOTT DER SECHS HÖLLEN

Vor Jahren entdeckte ein Forscherteam einen letzten, bislang verborgenen Tempel der Maya. In ihm befand sich ein Artefakt, dass alles, was man über ihre Kultur bisher zu wissen glaubte in Frage stellte. Die junge Archäologin Emilia Ambrose versucht die geheimnisvolle Inschrift einer goldenen Tafel zu entschlüsseln, die an einem Altar des Tempels gefunden wurde. Ein Blutaltar, der dem Gott des Todes und der sechs Höllen der Maya geweiht ist: AH PUCH.

Weiterlesen „GOTT DER SECHS HÖLLEN“

DIE SPHÄRE

Anne und ihr Mann Richard sind mit ihren beiden Söhnen Austin und Max der Großstadt entflohen, um in den ruhigeren Gefilden der Kleinstadt ihr Glück zu suchen. Anne hatte eine Stelle als Grundschullehrerin angenommen. Richard bot sich die Gelegenheit, seine eigene Tischlerei zu eröffnen. Aber seine Dämonen würden ihn bald wieder einholen und den Traum in einen Alptraum verwandeln.

Weiterlesen „DIE SPHÄRE“